Aureum Whisky vom Untermain

AUREUM – Whisky vom Untermain

Wer zu Whisky hauptsächlich raues schottisches Highland-Klima assoziert, täuscht sich. Seit 2010 stellt die Traditionsdestillerie Ziegler den Aureum 1865, einen deutschen Whisky her. Produziert werden die Ziegler Destillate seit fast 150 Jahren in Handarbeit im unterfränkischen Miltenberg. Das Klima der Region ist von einer mediterranen Leichtigkeit, die Winter sind mild, die Sommer oft sehr warm. Der markante Buntsandstein, der Main und die vielen Sonnenstunden geben dieser Landschaft ihr ganz eigenes Flair.

“Whiskey ist eine Welt für sich, Whisky ist sich selbst genug – ihn kann man wie Champagner einfach zu jeder Gelegenheit trinken.” begeistert sich Alain Langlois, der Geschäftsführer von Ziegler. Sein Brennmeister und er haben Schottland gründlich bereist, bevor der Aureum in Produktion ging. Sie suchten nach geeigneten Fässern zur Veredelung und nach den richtigen Brennmethoden, um einen spannenden und fränkischen Whisky zu kreieren.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Der Aureum 1865 präsentiert sich in warmem Goldblond, verführerisch malzig und rein: Farblich ist er nicht von einem schottischen Whisky zu unterscheiden. Inhaltlich sehr wohl: „Wir destillieren auf einer verhältnismäßig kleinen Brennanlage. In Schottland sind viele der Anlagen riesig, nicht nur das bedeutet, dass unser Whisky wesentlich sauberer ist“, erklärt Alain Langlois. Denn auch der Vor- und Nachlauf bei der Produktion werden in Schottland oft verwendet, bei Ziegler nicht. In der Manufaktur gelangt – nach der Destillation im Doppelbrennverfahren – nur das Herzstück zur Reifung in die Fässer.

Fässer mit Aureum Whisky

Im Geschmack zeigt der Whisky einen starken Biskuit-Ton, ergänzt von einer feinen floralen Note. Eine noch traditionell arbeitende Privatbrauerei in Unterfranken mälzt die Bio-Gerste für den Aureum 1865. In der Brauerei noch wird die Maische zubereitet, nach einem speziellen Rezept aus dem Hause Ziegler. Seine Hauptruhezeit erlebt der Whisky in neuen Eichen und Kastanienfässern aus Frankreich, die mit einem leichtem Toasting versehen sind.

Im Sommer tragen die Ventilatoren im Fasskeller der Destillerie die Düfte der Obstblüten und Mähwiesen von draußen zu den Fässern. Hier dringen die Aromen durch die Poren des Holzes und vereinen sich mit dem reifenden Geist.

„Am besten ist er bei 14 °C, ohne Wasser, ohne Eis“, schwärmt Alain Langlois. Wer’s mag raucht dazu eine kubanische Zigarre oder nascht dunkle Pralinen oder Oatcakes.